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Deutschland: Au-pair-Regeln

In Deutschland arbeitet ein Au-pair grundsätzlich nicht mehr als 30 Stunden pro Woche und sechs Stunden pro Tag, erhält 280 Euro Taschengeld im Monat, und die Gastfamilie beteiligt sich mit mindestens 840 Euro an einem Deutschkurs. Deutschland hat kein eigenes Au-pair-Gesetz. Maßgeblich ist das Merkblatt der Bundesagentur für Arbeit für Au-pairs und Gastfamilien, an dem sich Ausländerbehörden und die Agentur bei der Zustimmung orientieren. Die folgenden Angaben stammen aus diesem Merkblatt.

Stand: · Quellen zuletzt geprüft am 19.09.2026

Was sich geändert hat
  1. Neue Regeln: Visumgebühr; Gebühr für die Aufenthaltserlaubnis; Deutschlandticket; Mindestlohn (zum Vergleich); Anmeldung der Wohnung.

Du bist das Au-pair? Hier ist der Guide für dich →

Die Regeln

Arbeitszeit

Die Aufgaben im Haushalt einschließlich der Beaufsichtigung Minderjähriger dürfen grundsätzlich nicht mehr als sechs Stunden täglich und 30 Stunden wöchentlich in Anspruch nehmen. Eine Überschreitung bedarf vorheriger Absprache, und die Überstunden müssen zeitlich ausgeglichen werden.

Quelle: Bundesagentur für Arbeit, April 2023 (geprüft 17.09.2026)

Freizeit

Mindestens 1,5 volle Ruhetage pro Woche — nicht notwendigerweise am Wochenende, mindestens ein Sonntag im Monat muss jedoch frei sein — sowie mindestens vier freie Abende pro Woche. Für Sprachkurse, Religionsausübung und kulturelle Veranstaltungen ist das Au-pair freizustellen.

Quelle: Bundesagentur für Arbeit, April 2023 (geprüft 17.09.2026)

Erholungsurlaub

Vier Wochen bezahlter Erholungsurlaub bei einem vollen Jahr in der Familie; ansonsten zwei Werktage je vollem Monat.

Quelle: Bundesagentur für Arbeit, April 2023 (geprüft 17.09.2026)

Taschengeld

280 Euro im Monat, unabhängig von der Dauer der Hausarbeitszeit. Unterkunft und Verpflegung stellt die Gastfamilie unentgeltlich, samt eigenem Zimmer in der Familienwohnung.

Quelle: Bundesagentur für Arbeit, April 2023 (geprüft 17.09.2026)

Sprachkurs

Die Gastfamilie beteiligt sich mit mindestens 840 Euro insgesamt an den Kosten für den Spracherwerb. Der Betrag kann monatlich als Pauschale von 70 Euro oder einmalig als 840 Euro gezahlt werden, und nur soweit die Ausgaben tatsächlich anfallen. Fahrtkosten zum nächstgelegenen geeigneten Deutschkurs zahlt die Gastfamilie zusätzlich.

Quelle: Bundesagentur für Arbeit, April 2023 (geprüft 17.09.2026)

Dauer

Das Au-pair-Verhältnis muss mindestens sechs Monate dauern und darf höchstens ein Jahr umfassen. Eine erneute Beschäftigung als Au-pair ist nicht möglich, auch wenn die Höchstdauer nicht ausgeschöpft wurde.

Quelle: Bundesagentur für Arbeit, April 2023 (geprüft 17.09.2026)

Alter und Familienstand

Mindestens 18 Jahre bei Aufnahme in die Familie; das Höchstalter von 27 Jahren darf bei Beantragung des Aufenthaltstitels noch nicht erreicht sein. Auch verheiratete Au-pairs können zugelassen werden.

Quelle: Bundesagentur für Arbeit, April 2023 (geprüft 17.09.2026)

Sprachkenntnisse

Verlangt werden Sprachkenntnisse, die mindestens dem Level A1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens entsprechen; die Feststellung erfolgt durch Auslandsvertretung oder Ausländerbehörde.

Quelle: Bundesagentur für Arbeit, April 2023 (geprüft 17.09.2026)

Versicherung

Au-pair-Verhältnisse unterliegen nicht der Sozialversicherungspflicht; das Au-pair muss aber für Krankheit, Schwangerschaft und Geburt sowie gegen Unfall versichert sein. Alle Versicherungsbeiträge gehen zulasten der Gastfamilie.

Quelle: Bundesagentur für Arbeit, April 2023 (geprüft 17.09.2026)

Visum und Aufenthalt

Au-pairs aus EU, EWR und der Schweiz können genehmigungsfrei tätig sein. Drittstaatsangehörige benötigen einen Aufenthaltstitel, der vor der Einreise als Visum bei der deutschen Auslandsvertretung beantragt wird und der Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit bedarf; vor Ablauf des Visums ist bei der örtlichen Ausländerbehörde eine Aufenthaltserlaubnis zu beantragen.

Quelle: Bundesagentur für Arbeit, April 2023 (geprüft 17.09.2026)

Wer gilt als Gastfamilie

Ehepaare unterschiedlichen oder gleichen Geschlechts und unverheiratete Paare mit mindestens einem ständig im Haushalt lebenden Kind unter 18 Jahren sowie Alleinerziehende mit mindestens einem solchen Kind. Alleinstehende und Paare ohne Kind sind keine Familien in diesem Sinne; bei Verwandtschaft soll keine Au-pair-Beschäftigung zugelassen werden.

Quelle: Bundesagentur für Arbeit, April 2023 (geprüft 17.09.2026)

Vermittlungsgebühr

Ein privater Vermittler darf vom Au-pair höchstens 150 Euro einschließlich Umsatzsteuer verlangen, und erst wenn der Vertrag rechtswirksam zustande gekommen ist. Was die Gastfamilie zahlt, kann frei vereinbart werden.

Quelle: Bundesagentur für Arbeit, April 2023 (geprüft 17.09.2026)

Visumgebühr

Die Bearbeitungsgebühr für ein nationales Visum (für längere Aufenthalte, etwa als Au-pair) beträgt 75 Euro. Ein Schengen-Visum gilt nur für Aufenthalte bis zu 90 Tagen.

Quelle: Federal Foreign Office (Auswärtiges Amt), page updated 16 June 2026 (geprüft 19.09.2026)

Gebühr für die Aufenthaltserlaubnis

Die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis kostet 100 Euro.

Quelle: Federal Ministry of Justice, via gesetze-im-internet.de (geprüft 19.09.2026)

Deutschlandticket

Seit Januar 2026 kostet das Deutschlandticket 63 Euro im Monat.

Quelle: Federal Government (Bundesregierung), 1 May 2026 (geprüft 19.09.2026)

Mindestlohn (zum Vergleich)

Au-pairs erhalten Taschengeld, keinen Lohn. Zum Vergleich mit einer Nanny oder einem Babysitter: Der gesetzliche Mindestlohn beträgt seit dem 1. Januar 2026 mindestens 13,90 Euro pro Stunde.

Quelle: Minijob-Zentrale (Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See) (geprüft 19.09.2026)

Anmeldung der Wohnung

Wer eine Wohnung bezieht, muss sich innerhalb von zwei Wochen nach dem Einzug bei der Meldebehörde anmelden.

Quelle: Bundesministerium der Justiz (Gesetze im Internet) (geprüft 19.09.2026)

Deutschland: einen Monat gegen den Mindestbetrag prüfen

Der Rechner startet mit einem Beispielmonat für Deutschland. Schieb die Regler auf eure Vereinbarung — er prüft deine Eingabe gegen den Mindestbetrag, den diese Seite belegt.

Au-pair-Taschengeldrechner · Deutschland

Beispielmonat
300 €
30 Std.
70 €
50 €

QuelleMindestbetrag in Deutschland: 280 € im Monat · BA-Merkblatt, April 2023

Deutschland: höchstens 30 Std. pro Woche

Diesen Monat zahlst du

420 €

20 € über dem Mindestbetrag

Taschengeld
300 €
Kurs
70 €
Fahrtkosten
50 €
Pro Stunde regulärer Betreuung, bei 30 Std. pro Woche
2,31 €
Ein volles Jahr (12 Monate)
5.040 €
Überstunden
werden mit Freizeit ausgeglichenQuelleBA-Merkblatt, April 2023
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Was wir nicht belegen konnten

Diese Angaben fehlen mit Absicht. Wir haben keine offizielle Quelle dafür gefunden, und eine Schätzung auf einer Regel-Seite ist schlechter als eine Lücke.

  • Eine Taschengeldzahl für 2026. Das zitierte Merkblatt der Bundesagentur für Arbeit ist die Ausgabe April 2023 und nennt 280 Euro; eine neuere Fassung war nicht auffindbar. Prüfe vor Vertragsschluss im verlinkten Merkblatt, ob es eine aktuellere Ausgabe gibt.
  • Die Höhe der Kranken- und Unfallversicherungsbeiträge. Sie hängt von Versicherer und Alter ab; das Merkblatt regelt nur, wer sie trägt.

Quellen

  1. Au-pair in deutschen Familien — Informationen für Au-pair und GastfamilienBundesagentur für Arbeit · April 2023 · geprüft 17.09.2026
  2. Visas for GermanyFederal Foreign Office (Auswärtiges Amt) · page updated 16 June 2026 · geprüft 19.09.2026
  3. § 45 Aufenthaltsverordnung (AufenthV) — Gebühren für die AufenthaltserlaubnisFederal Ministry of Justice, via gesetze-im-internet.de · geprüft 19.09.2026
  4. Deutschlandticket: Fragen und AntwortenFederal Government (Bundesregierung) · 1 May 2026 · geprüft 19.09.2026
  5. Der Minijob mit VerdienstgrenzeMinijob-Zentrale (Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See) · geprüft 19.09.2026
  6. Bundesmeldegesetz (BMG) § 17 — Anmeldung, AbmeldungBundesministerium der Justiz (Gesetze im Internet) · geprüft 19.09.2026

Diese Seite fasst veröffentlichte Regeln zusammen und ist keine Rechtsberatung. Regeln ändern sich, und eine Behörde kann ihre eigenen Regeln im Einzelfall anders auslegen. Prüfe die verlinkte Quelle und frage deine Agentur oder die zuständige Behörde, bevor du unterschreibst.

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