Au-pair-Glossar
Von Taschengeld bis Rematch, von Visumsregeln bis zum wöchentlichen Gespräch — dieses Glossar erklärt 35 wichtige Au-pair-Begriffe, die jede Gastfamilie und jedes Au-pair kennen sollte. Speichere diese Seite als Nachschlagewerk.
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35 Begriffe angezeigt
A
- Agenturgebühr
- Eine einmalige Gebühr, die an eine Au-pair-Vermittlungsagentur für die Vermittlung zwischen Gastfamilie und Au-pair gezahlt wird. Die Gebühr für Gastfamilien legt jede Agentur selbst fest; lass sie dir schriftlich geben. In Deutschland darf ein privater Vermittler vom Au-pair höchstens 150 € einschließlich Umsatzsteuer verlangen (Merkblatt der Bundesagentur für Arbeit, April 2023).
- Arbeitszeiten
- Die wöchentliche Gesamtzeit, die das Au-pair für Kinderbetreuung und leichte Haushaltstätigkeiten aufwendet. In Deutschland liegt das gesetzliche Maximum bei 30 Stunden pro Woche (6 Stunden pro Tag), inklusive Babysitting. Eine Überschreitung kann den Visumsstatus des Au-pairs gefährden.
- Arbeitszeitprotokoll
- Eine Aufzeichnung der tatsächlichen Arbeitszeiten des Au-pairs, täglich oder wöchentlich geführt. Die Zeiterfassung schützt beide Seiten: Sie stellt sicher, dass das Au-pair nicht überlastet wird, und gibt der Gastfamilie Dokumentation bei Streitigkeiten oder Visumskontrollen.
- Au-pair
- Eine junge Person (typischerweise 18–30 Jahre), die bei einer Gastfamilie im Ausland lebt und Kinderbetreuung sowie leichte Haushaltstätigkeiten übernimmt — im Gegenzug für Unterkunft, Verpflegung und ein monatliches Taschengeld. Der Begriff stammt aus dem Französischen und bedeutet „auf Gegenseitigkeit".
- Au-pair-Agentur
- Eine Organisation, die den Vermittlungsprozess zwischen Gastfamilien und Au-pair-Bewerbern koordiniert. Agenturen übernehmen in der Regel Überprüfung, Dokumentation, Visa-Unterstützung und bieten laufende Betreuung während des Aufenthalts.
- Au-pair-Vereinbarung / Vertrag
- Ein schriftliches Dokument, das von Gastfamilie und Au-pair unterzeichnet wird. Es regelt Arbeitszeiten, Aufgaben, Taschengeld, Hausregeln, Urlaubstage und Kündigungsfristen. In Deutschland ist dieser Vertrag vorgeschrieben und muss den Bundesrichtlinien entsprechen.
- Au-pair-Versicherung
- Pflicht-Versicherungsschutz für Kranken-, Unfall- und Haftpflichtfälle während des Au-pair-Aufenthalts. In Deutschland muss die Gastfamilie die Versicherung bereitstellen — Kosten liegen typischerweise bei 30–60 € pro Monat.
- Au-pair-Visum
- Eine zweckgebundene Aufenthaltserlaubnis, die einer ausländischen Person erlaubt, für einen definierten Zeitraum (meist 6–12 Monate) bei einer Gastfamilie zu leben. EU-Bürger benötigen kein Visum für Au-pair-Aufenthalte in der EU; Nicht-EU-Bürger müssen vor der Einreise bei einer deutschen Botschaft einen Antrag stellen.
- Aufenthaltserlaubnis
- Ein offizielles Dokument der lokalen Ausländerbehörde, das Nicht-EU-Au-pairs den legalen Aufenthalt in Deutschland erlaubt. Muss innerhalb der ersten 90 Tage nach Ankunft beantragt werden und ist an die jeweilige Gastfamilie gebunden.
- Aufgabenliste
- Eine strukturierte Liste täglicher oder wöchentlicher Aufgaben für das Au-pair — von Schulabholung und Essensvorbereitung bis Hausaufgabenhilfe und Aufräumen. Foto-unterstützte Aufgabenlisten (wie in AuPairSync) reduzieren Missverständnisse, besonders über Sprachbarrieren hinweg.
- Ausländerbehörde
- Die lokale deutsche Behörde, die für die Ausstellung und Verlängerung von Aufenthaltserlaubnissen für Nicht-EU-Staatsangehörige zuständig ist. Au-pairs aus Nicht-EU-Ländern müssen sich hier nach der Ankunft registrieren, um ihre Aufenthaltserlaubnis zu erhalten.
Kosten & Finanzen
Recht & Visum
Tägliche Koordination
Au-pair-Programm
Au-pair-Programm
Recht & Visum
Kosten & Finanzen
Recht & Visum
Tägliche Koordination
Recht & Visum
B
- Bereitschaftszeit
- Stunden, in denen das Au-pair verfügbar sein muss, aber nicht aktiv arbeitet — zum Beispiel zu Hause sein, während die Kinder schlafen. Bereitschaftszeit ist eine Grauzone; empfohlen wird, sie als Arbeitszeit zu zählen, um Streitigkeiten zu vermeiden.
- Bundesagentur für Arbeit
- Die deutsche Bundesbehörde, die Au-pair-Aufenthalte reguliert. Sie legt Vorschriften für Arbeitszeiten (max. 30 Stunden/Woche), Mindesttaschengeld und Au-pair-Rechte fest. Auch bekannt unter der Abkürzung BA.
Tägliche Koordination
Recht & Visum
C
- Cluster-Familie
- Eine Vereinbarung, bei der zwei oder mehr Gastfamilien ein Au-pair teilen und Zeit sowie Kosten aufteilen. Häufig in Nachbarschaften mit sich ergänzenden Zeitplänen. Erfordert klare Koordination von Stunden, Aufgaben und Ausgaben.
Au-pair-Programm
D
- Dienstplan
- Ein wöchentlicher oder monatlicher Plan, der festlegt, wann das Au-pair für Kinderbetreuung und Haushaltsaufgaben verantwortlich ist. Ein gut strukturierter Dienstplan verhindert Missverständnisse und stellt die Einhaltung der maximalen Arbeitszeitregelungen sicher.
E
- Einarbeitungswoche
- Die erste Woche nach Ankunft des Au-pairs — gewidmet Vorstellungen, Hausführung, Kennenlernen der Kinderroutinen, Üben der Schulwege und Besprechen der Erwartungen. Eine strukturierte Einarbeitungswoche reduziert Konflikte in der Anfangsphase erheblich.
Au-pair-Programm
F
- Familientag
- Ein festgelegter Tag pro Woche, an dem das Au-pair als Haushaltsmitglied an Familienaktivitäten teilnimmt statt als Betreuer — zum Beispiel Ausflüge, gemeinsame Mahlzeiten oder Feiern. Stärkt den kulturellen Austausch des Programms.
- Freier Tag (Ruhetag)
- Mindestens ein voller Tag pro Woche (24 zusammenhängende Stunden), an dem das Au-pair keine Pflichten hat. In Deutschland stehen Au-pairs zudem mindestens vier freie Abende pro Woche zu. Ruhetage sind nicht verhandelbar und müssen respektiert werden.
Kultureller Austausch
Recht & Visum
G
- Gastfamilie
- Eine Familie, die ein Au-pair in ihr Zuhause aufnimmt und ein eigenes Zimmer, Mahlzeiten und ein monatliches Taschengeld bereitstellt — im Gegenzug für Kinderbetreuung. Die Gastfamilie ist verantwortlich für Versicherung, Sprachkursbeitrag und das Wohlergehen des Au-pairs.
- Gastfamilienbrief
- Ein Vorstellungsbrief der Gastfamilie an potenzielle Au-pair-Bewerber. Er beschreibt die Familie, das Zuhause, die Kinder, den Alltag und die Erwartungen — und hilft Bewerbern einzuschätzen, ob die Stelle passt.
- Gemeinsamer Kalender
- Ein digitaler Kalender, auf den alle Haushaltsmitglieder Zugriff haben — mit Au-pair-Arbeitszeiten, Kinderaktivitäten, Schulplänen und Familienterminen. In AuPairSync verhindern farbcodierte gemeinsame Kalender Terminüberschneidungen und ersetzen verstreute Erinnerungen.
Au-pair-Programm
Au-pair-Programm
Tägliche Koordination
H
- Hausregeln
- Ein dokumentiertes Regelwerk für alles von Bildschirmzeiten und Schlafenszeiten bis zur Küchennutzung und Gästeregeln. Schriftliche Hausregeln, die zu Beginn des Aufenthalts vereinbart werden, sind die beste Methode, um Konflikte zu vermeiden.
K
- Kinderprofil
- Ein detaillierter Informationsbogen über jedes Kind im Haushalt: Alter, Routinen, Allergien, Medikamente, Schulplan und Vorlieben. In AuPairSync stellt das Kinderprofil sicher, dass das Au-pair alle wichtigen Betreuungsinformationen griffbereit hat.
- Kultureller Austausch
- Der eigentliche Zweck des Au-pair-Programms: gegenseitiges Teilen von Sprache, Bräuchen und Alltag zwischen Au-pair und Gastfamilie. Rechtlich ist das Au-pair-Verhältnis als kultureller Austausch eingestuft — nicht als Arbeitsverhältnis.
- Kündigungsfrist
- Die Mindestvorankündigung (typischerweise 2–4 Wochen), bevor das Au-pair oder die Gastfamilie den Aufenthalt beenden kann. Die Kündigungsfrist sollte im Au-pair-Vertrag festgelegt sein und gibt beiden Seiten Zeit für alternative Regelungen.
Tägliche Koordination
Kultureller Austausch
Recht & Visum
M
- Matching
- Der Prozess der Zuordnung einer Gastfamilie zu einem passenden Au-pair-Bewerber — basierend auf Präferenzen, Sprachkenntnissen, Erfahrung in der Kinderbetreuung und Lebensstil. Gutes Matching berücksichtigt Faktoren wie Tierhaarallergien, Führerschein, Ernährungsbedürfnisse und persönliche Kompatibilität.
- Mediation
- Ein strukturierter Prozess zur Lösung von Konflikten zwischen Au-pair und Gastfamilie — oft begleitet von der Vermittlungsagentur oder einem lokalen Au-pair-Berater. Ziel ist es, einen Kompromiss zu finden, bevor eine der Parteien einen Rematch in Betracht zieht.
Au-pair-Programm
Au-pair-Programm
R
- Rematch
- Der Prozess der Beendigung eines laufenden Au-pair-Aufenthalts und der Suche nach einer neuen Gastfamilie (oder einem neuen Au-pair). Ein Rematch kann von beiden Seiten initiiert und wird in der Regel über die Vermittlungsagentur koordiniert. Häufige Gründe sind Lebensstil-Inkompatibilität, Regelverstöße oder Heimweh.
S
- Sprachkurs
- Au-pairs haben das Recht, Sprachkurse in der Landessprache zu besuchen. In Deutschland beteiligt sich die Gastfamilie mit mindestens 840 € insgesamt am Deutschkurs — 70 € im Monat oder einmalig —, plus Fahrtkosten zum Kurs (Merkblatt der Bundesagentur für Arbeit, April 2023). Der Zeitplan des Au-pairs sollte den Kursbesuch ermöglichen.
Kultureller Austausch
T
- Taschengeld
- Das monatliche Entgelt der Gastfamilie an das Au-pair. In Deutschland sind es 280 € pro Monat (Merkblatt der Bundesagentur für Arbeit, April 2023). Taschengeld ist kein Gehalt — es spiegelt den kulturellen Austauschcharakter des Programms wider und deckt persönliche Ausgaben.
Kosten & Finanzen
U
- Urlaubstage
- Bezahlte Freizeit für das Au-pair. In Deutschland stehen Au-pairs bei einem 12-monatigen Aufenthalt mindestens vier Wochen (28 Tage) Urlaub pro Jahr zu — anteilig bei kürzeren Aufenthalten. Mindestens eine Urlaubsperiode sollte mit dem Familienurlaub zusammenfallen.
Recht & Visum
V
- Verlängerung
- Die Verlängerung eines Au-pair-Aufenthalts über die ursprüngliche Vertragszeit hinaus, bis maximal 24 Monate insgesamt in Deutschland. Erfordert gegenseitiges Einverständnis, einen neuen Vertrag, aktualisierte Versicherung und — für Nicht-EU-Au-pairs — eine Visumsverlängerung bei der Ausländerbehörde.
Recht & Visum
W
- Willkommenspaket
- Eine Sammlung von Dingen, die für die Ankunft des Au-pairs vorbereitet werden: Hausschlüssel, Nahverkehrsticket, SIM-Karte, Stadtkarte, Notfallkontakte und eine schriftliche Anleitung zum Haushalt. Ein durchdachtes Willkommenspaket hilft dem Au-pair, sich von Anfang an wertgeschätzt zu fühlen.
- Wöchentliches Gespräch
- Ein kurzes, regelmäßiges Gespräch (15–30 Minuten) zwischen Gastfamilie und Au-pair, um die vergangene Woche zu besprechen, Anliegen zu klären, Zeitpläne anzupassen und vorauszuplanen. Regelmäßige Gespräche sind das wirksamste Mittel, um aus kleinen Problemen keine großen werden zu lassen.
Kultureller Austausch
Ü
- Übergabe
- Der Moment, in dem die Betreuungsverantwortung zwischen Elternteil und Au-pair wechselt (oder umgekehrt). Eine klare Übergabe umfasst den aktuellen Zustand der Kinder, anstehende Aktivitäten und besondere Hinweise.
Tägliche Koordination