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Ein männliches Au-pair aufnehmen: Die Fragen, die sich Gastfamilien nicht zu stellen trauen

Ein männliches Au-pair aufnehmen: Die Fragen, die sich Gastfamilien nicht zu stellen trauen

Julia hatte alles richtig gemacht, dachte sie zumindest. Als sie und ihr Mann Thomas im August das Profil von Familie Weber anlegten, klickte sie sich schnell durch die Wünsche: Führerschein, Nichtraucher, Erfahrung mit kleinen Kindern, weiblich. Das letzte Häkchen dauerte eine halbe Sekunde. Es fühlte sich an wie die normale Wahl, und niemand stellte sie infrage.

Sechs Wochen später hatten sie noch immer kein Au-pair. Zwei Kandidatinnen, die ihnen gefielen, hatten bei anderen Familien zugesagt, und die übrigen passten nicht. Dann erzählte Thomas von Rafael, 22 Jahre alt, aus Brasilien, seit drei Jahren Trainer in einem Kinderschwimmverein. Seine Referenzen waren hervorragend, und er hatte sich direkt bei ihnen gemeldet. Julia sagte Nein, bevor sie sein Profil zu Ende gelesen hatte.

Am Abend fragte Thomas, warum. Sie setzte zu einer Antwort an und brach ab. Da war etwas mit ihrer vierjährigen Tochter und dem Baden, etwas mit dem einen Badezimmer im ersten Stock, etwas damit, was ihre Mutter sagen würde. Nichts davon war ein Grund, den sie laut aussprechen konnte, und nichts davon hatte mit Rafael zu tun.

Julia hatte keine Vorurteile. Sie hatte die Fragen nur nie zu Ende gedacht, und so hatte das Häkchen für sie entschieden. Dieser Beitrag denkt sie zu Ende: was die Regeln zum männlichen Au-pair sagen, welche Bedenken Gastfamilien meistens für sich behalten, und was sich im Alltag wirklich ändert, wenn dein Au-pair ein junger Mann ist.

🌍 Die Regeln unterscheiden sich je nach Land. Dieser Beitrag behandelt Deutschland und die USA, die beiden Programme, nach denen unsere Leserinnen und Leser am häufigsten fragen. Prüfe die aktuellen Regeln immer mit deiner Agentur.

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Warum kaum eine Familie ein männliches Au-pair in Betracht zieht

Männliche Au-pairs sind eine kleine Minderheit im Programm. Eine offizielle Zahl zum Anteil haben wir nicht gefunden, aber Agenturen, die offen darüber sprechen, beschreiben ihn als klein, und die meisten Gastfamilien führen nie ein Gespräch mit einem Mann.

Der Grund ist selten eine schlechte Erfahrung. Meistens ist es das Häkchen. Viele Familien filtern nach Geschlecht, bevor sie ein einziges Profil gelesen haben, und der Filter sortiert still Kandidaten aus, die ihnen gefallen hätten.

Was die Regeln tatsächlich sagen

Keines der beiden Programme schreibt ein Geschlecht vor. Das regeln die offiziellen Vorgaben:

Deutschland 🇩🇪USA 🇺🇸
Vorgabe zum GeschlechtKeineKeine
Alter18 bei Beginn, noch nicht 27 bei Beantragung des Aufenthaltstitels18 bis 26
Eigenes ZimmerDem Au-pair steht grundsätzlich ein eigenes Zimmer zuEin geeignetes eigenes Schlafzimmer ist Pflicht
Prüfung des Au-pairsNicht Teil der Anforderungen der Bundesagentur für Arbeit; frag deine Agentur, was sie prüftStrafregisterprüfung, drei Referenzen außerhalb der Familie, Persönlichkeitsprofil und persönliches Interview
Prüfung der GastfamilieIm Merkblatt der Bundesagentur nicht geregeltGasteltern und weitere Erwachsene im Haushalt durchlaufen eine Hintergrundprüfung
AlleinerziehendeZählen ausdrücklich als GastfamilieIn der Verordnung nicht geregelt

Die deutschen Regeln stehen im Au-pair-Merkblatt der Bundesagentur für Arbeit, das sich ausdrücklich an „Bewerberinnen und Bewerber" richtet. Die US-Regeln stehen in 22 CFR § 62.31, die vom Heimatland des Au-pairs als „his or her home country" spricht und jede Anforderung für beide gelten lässt.

Das Wichtigste: Das Gesetz hat keine Meinung zum Geschlecht deines Au-pairs. Jedes Bedenken in diesem Beitrag ist eine Entscheidung deiner Familie, und die verdient eine echte Antwort statt eines Häkchens.

Frage 1: „Kann ein männliches Au-pair auf Mädchen aufpassen?"

Das ist die Frage hinter den meisten anderen, und sie meint selten Spielen, Hausaufgaben oder den Schulweg. Sie meint die körpernahe Betreuung: Baden, Wickeln, einem kleinen Kind auf der Toilette helfen, Umziehen nach dem Schwimmen.

Die Frage ist berechtigt, aber sie zielt auf das Falsche. Das Risiko, um das es dir geht, hängt nicht vom Geschlecht ab, und der Schutz auch nicht. Was deine Kinder schützt, sind klare Regeln für den Körper, an die sich alle halten, die sie betreuen: Großeltern, Babysitter, Au-pairs jedes Geschlechts.

Schreib Schutzregeln für alle Betreuungspersonen auf

Familien, die das gut lösen, machen keine Ausnahme für das männliche Au-pair. Sie schreiben Regeln auf, die für alle gelten:

  • Baden: Welche Kinder Hilfe beim Baden brauchen, und ab welchem Alter sie sich selbst waschen, während ein Erwachsener in der Nähe bleibt
  • Toilette und Wickeln: Wer hilft, und wann die Badezimmertür offen bleibt
  • Anziehen: Kinder ziehen sich so weit selbst an, wie es ihr Alter erlaubt, der Erwachsene hilft nur beim Rest
  • Privatsphäre des Kindes: Ältere Kinder entscheiden, wer ins Bad kommt, und das wird respektiert
  • Keine Geheimnisse: Kinder wissen, dass sie dir alles erzählen dürfen, und kein Erwachsener verlangt je, etwas vor den Eltern geheim zu halten

Wenn sich eine Regel bei einem weiblichen Au-pair falsch anfühlen würde, ist sie wahrscheinlich keine Schutzregel. Wenn sie für alle passt, gehört sie in deine Hausregeln, und du gehst sie mit deinem Au-pair in der ersten Woche durch.

Du kannst die Aufgaben auch anders verteilen

Manche Eltern haben mit all dem kein Problem. Andere möchten das Baden ihrer jüngeren Töchter zumindest am Anfang selbst übernehmen. Beides ist in Ordnung, und keins davon muss ein Geheimnis sein.

Wenn du bestimmte Aufgaben behalten willst, sag es im Kennenlerngespräch. Ein guter Kandidat ist über eine klare Absprache nicht gekränkt. Was Vertrauen kostet, ist eine unausgesprochene Regel, die er in der dritten Woche entdeckt.

Das Wichtigste: Sicherheit kommt aus Regeln, nicht aus dem Geschlecht. Schreib Regeln auf, die für jede Betreuungsperson gelten, und entscheide offen, ob du bestimmte Aufgaben selbst behalten willst.

Frage 2: Badezimmer und Privatsphäre in einer kleineren Wohnung

In einem Haus mit einem Bad ist die Sorge ganz praktisch. Ein junger Mann ist jetzt Teil der Morgenhektik, der Wäsche und der Schlange vor der Dusche am Abend.

Eigentlich ist das eine Frage der Privatsphäre, und die stellt sich bei jedem Au-pair. Unser Ratgeber zu Privatsphäre und Grenzen mit dem Au-pair behandelt Zimmer und gemeinsame Räume ausführlich. Bei einem männlichen Au-pair in einem Haushalt mit Töchtern oder einer alleinerziehenden Mutter lohnt es sich, ein paar Punkte ausdrücklich zu klären.

Kläre die praktischen Details vor der Ankunft

  • Ein Schloss, das funktioniert: An der Badezimmertür und am besten auch an seiner Zimmertür
  • Zeitfenster: Wer das Bad wann in der Morgenhektik nutzt
  • Kleiderregel: Alle gehen angezogen oder im Bademantel über den Flur, Erwachsene und Jugendliche genauso
  • Wäsche: Jeder kümmert sich um die eigene Unterwäsche, oder sie wird kommentarlos mitgewaschen. Legt fest, was gilt
  • Sein Zimmer gehört ihm: Die Kinder klopfen und warten, und sie gehen nicht hinein, wenn er nicht da ist

Keine dieser Regeln ist speziell für Männer. Sie machen das Zusammenleben für alle angenehmer, und sie ersparen deinem Au-pair peinliche Momente, die er selbst nie ansprechen würde.

Frage 3: Alleinerziehend mit einem Au-pair des anderen Geschlechts

Für alleinerziehende Mütter klingt die Frage oft so: „Ist es seltsam, einen jungen Mann bei mir wohnen zu haben, wenn es keinen Partner gibt?" Für alleinerziehende Väter ist es dieselbe Frage mit einem weiblichen Au-pair. Die Konstellation ist viel häufiger, aber es wird viel seltener darüber gesprochen.

Die ehrliche Antwort: Es funktioniert, wenn die Rolle professionell und klar abgegrenzt ist, und es wird schwierig, wenn sie verschwimmt. In einem Haushalt mit nur einem Erwachsenen kann ein Au-pair in die Rolle eines zweiten rutschen: Gesellschaft am Abend, Vertrauensperson, Ersatzpartner. Dieses Risiko gibt es bei jedem Au-pair, aber beim anderen Geschlecht fällt es allen stärker auf, auch den Nachbarn.

Grenzen, die die Rolle klar halten

  • Die Abende gehören ihm: Wenn er frei hat, muss er dir keine Gesellschaft leisten
  • Bleib professionell: Du bist seine Gastmutter oder sein Gastvater, kein gleichaltriger Freund, egal wie nah ihr euch im Alter seid
  • Keine gemeinsamen Abende zu zweit: Familienausflüge ja, Bar und Party zu zweit nein
  • Besuch: Klare Regeln für Übernachtungsgäste, für ihn und für dich
  • Eine schriftliche Aufgabenliste: Damit niemand verhandeln muss, was zur Arbeit gehört

Ein schriftlicher Wochenplan und eine Aufgabenliste helfen hier am meisten, weil kein zweiter Elternteil auf die Balance achtet. In AuPairSync sind Aufgaben und Wochenplan für jedes Au-pair dieselben, und du siehst schnell, wenn der Job über das hinauswächst, was ihr vereinbart habt.

Das Wichtigste: Bei Alleinerziehenden zählt vor allem eine aufgeschriebene Rolle. Halte Aufgaben und freie Zeit schriftlich fest, dann bleibt das Verhältnis professionell.

Frage 4: „Was sollen denn die Leute denken?"

Diese Frage ist Familien am unangenehmsten, und oft entscheidet sie mehr als alle anderen. Großeltern, andere Eltern an der Schule und Nachbarn reagieren vielleicht mit hochgezogener Augenbraue.

Leg dir eine einfache Antwort zurecht

Du schuldest niemandem eine Rechtfertigung, aber ein einfacher, selbstbewusster Satz hilft:

  • Für die Verwandtschaft: „Wir haben ihn genommen, weil er der beste Kandidat war. Er hat drei Jahre lang Kinder trainiert."
  • Für andere Eltern: „Das ist Rafael, unser Au-pair. Er holt dienstags und donnerstags ab."
  • Für Schule oder Kita: Trag ihn wie jedes Au-pair in die Liste der Abholberechtigten ein, mit Foto

Reaktionen spielen meist kaum noch eine Rolle, wenn die Leute ihn kennengelernt und ein paarmal am Schultor gesehen haben. Deine Kinder orientieren sich an dir. Wenn du ihn als selbstverständlichen Teil der Familie vorstellst, sehen sie ihn auch so.

Bereite auch ihn darauf vor

Ein männliches Au-pair weiß meistens, dass er auffallen wird. Es hilft, ihm vorher zu sagen, welche Reaktionen ihm begegnen könnten, auf dem Spielplatz, von anderen Eltern oder aus der Verwandtschaft, und dass du hinter ihm stehst. Das Gespräch dauert fünf Minuten und nimmt ihm viel Unsicherheit.

Frage 5: Schafft er das Zubettbringen wirklich?

Hinter dieser Frage steckt eine Annahme: dass ein junger Mann toll für Fußball im Garten ist, aber weniger gut darin, ein weinendes Kleinkind zu trösten, das Abendritual zu gestalten oder zu merken, dass ein Kind still traurig ist.

Manche Kandidaten können das, manche nicht. Bei Kandidatinnen ist es genauso. Die Annahme kann in beide Richtungen danebenliegen: Familien nehmen eine Frau und erwarten eine Wärme, die sie nicht mitbringt, oder sie lehnen einen Mann ab, der beim Zubettbringen wunderbar gewesen wäre.

Frag im Kennenlerngespräch danach

Statt zu raten, frag nach den Teilen der Arbeit, die dir am wichtigsten sind. Unser Ratgeber zum Au-pair-Interview geht den Ablauf im Detail durch. Für die emotionale Seite der Arbeit eignen sich Fragen wie diese:

  1. „Erzähl mir von einer Situation, in der ein Kind aufgebracht war und sich nicht beruhigen ließ. Was hast du gemacht?"
  2. „Wie sieht für dich ein gutes Abendritual für ein dreijähriges Kind aus?"
  3. „Ein Kind sagt, es will dich nicht, es will seine Mama. Wie reagierst du?"
  4. „Welcher Teil der Kinderbetreuung fällt dir am schwersten?"

Achte auf konkrete Geschichten, nicht auf allgemeine Aussagen. Wer schon kleine Kinder ins Bett gebracht hat, beschreibt es im Detail. Weitere Fragen findest du in unserer kostenlosen Fragenliste fürs Au-pair-Interview.

Prüf die Referenzen gründlich

Referenzen zählen noch mehr, wenn du Bedenken hast. Frag gezielt nach den Situationen, bei denen du unsicher bist: „Hat er kleine Kinder allein betreut? Wie hat er die Abende gemeistert?" Wer ihn mit kleinen Kindern erlebt hat, kann das beantworten.

Das Wichtigste: Rate nicht, wer gut ins Bett bringen kann. Frag nach konkreten Geschichten, prüf die Referenzen und entscheide nach der Person, nicht nach der Kategorie.

Frage 6: Jugendliche im Haus

Familien mit Töchtern im Teenageralter sorgen sich manchmal um eine Schwärmerei oder um einen jungen Mann, der nur ein paar Jahre älter ist als ihr Kind. Familien mit Söhnen im Teenageralter und einem weiblichen Au-pair haben dieselbe Frage, stellen sie aber viel seltener.

Die Antwort ist in beiden Fällen dieselbe: klare, professionelle Grenzen, die unabhängig vom Geschlecht gelten.

  • Keine Abende zu zweit im Kinderzimmer: Hausaufgabenhilfe findet am Küchentisch statt
  • Keine privaten Nachrichten über das Organisatorische hinaus: Abholzeiten ja, Chats spät in der Nacht nein
  • Social Media: Legt fest, ob und wie dein Au-pair und deine Jugendlichen sich gegenseitig folgen
  • Ein direkter Draht zu dir: Dein Au-pair sagt dir, wenn sich etwas unangenehm anfühlt, und weiß, dass er dafür keinen Ärger bekommt

Dein Au-pair ist über solche Regeln meistens erleichtert. Sie schützen ihn genauso wie deine Kinder.

Was sich mit einem männlichen Au-pair wirklich ändert

Wenn die Fragen beantwortet sind, ist die praktische Liste überraschend kurz. Die Arbeit, die Stunden und die Aufgaben bleiben gleich.

  • Die Stunden: In Deutschland höchstens 30 Stunden pro Woche und 6 Stunden pro Tag, in den USA höchstens 45 Stunden pro Woche und 10 Stunden pro Tag, für jedes Au-pair
  • Die Aufgaben: Dieselbe Aufgabenliste, auch Kochen, Kinderwäsche und Aufräumen
  • Die Hausregeln: Dieselben Regeln, plus die Schutzregeln von oben, die du ohnehin haben solltest
  • Das Vorstellen: Ein paar zusätzliche Gespräche mit Verwandten, Schule und Nachbarn in den ersten Wochen

Eines ändert sich allerdings: die Zahl deiner Kandidaten. Wenn du für männliche Bewerber offen bist, siehst du mehr Profile, und in einer Saison, in der gute Kandidaten schnell vergeben sind, kann das deine Suche verkürzen.

Schreib es in dein Profil

Wenn du für ein männliches Au-pair offen bist, schreib es ausdrücklich in dein Familienprofil. Ein männlicher Bewerber, der in einem Profil nichts dazu liest, weiß nicht, ob du ihn überhaupt in Betracht ziehst, und bewirbt sich vielleicht gar nicht. Unser Ratgeber zum Gastfamilien-Profil zeigt, wie du ein Profil schreibst, bei dem sich die Richtigen melden.

Deine Entscheidungs-Checkliste

Geh diese Fragen mit deinem Partner oder deiner Partnerin durch, oder allein, wenn du alleinerziehend bist, bevor du das Häkchen beim Geschlecht setzt oder entfernst:

  • Der eigentliche Grund: Kannst du die konkrete Sorge hinter deinem Zögern benennen?
  • Schutzregeln: Hast du Regeln aufgeschrieben, die für jede Betreuungsperson gelten?
  • Aufgaben, die du behältst: Gibt es Aufgaben, die du selbst übernehmen willst, und sagst du das im Gespräch?
  • Bad und Privatsphäre: Sind Schlösser, Zeitfenster und Kleiderregel geklärt?
  • Grenzen der Rolle: Vor allem bei Alleinerziehenden: Sind Aufgaben und freie Zeit schriftlich festgehalten?
  • Dein Umfeld: Hast du einen einfachen Satz für Verwandte und andere Eltern parat?
  • Interviewfragen: Hast du Fragen zur emotionalen Seite der Arbeit vorbereitet?
  • Dein Profil: Steht in deinem Profil, ob du männliche Bewerber willkommen heißt?

Wenn du auf all das gute Antworten hast, spielt das Häkchen beim Geschlecht kaum noch eine Rolle.

Das große Ganze

Die meisten Familien, die ein männliches Au-pair aufnehmen, wollen damit kein Zeichen setzen. Sie tun es, weil der beste Kandidat, mit dem sie gesprochen haben, zufällig ein Mann war. Die Kinder bekommen jemanden, der geduldig, zuverlässig und lustig ist, und lernen nebenbei, dass Kinderbetreuung nicht nur Frauensache ist.

Die Familien, die es nie in Betracht ziehen, haben sich selten dagegen entschieden. Sie haben sich die Fragen nur nie gestellt. Julia und Thomas haben es am Ende getan. Sie hatten ein langes Videogespräch mit Rafael, fragten ihn nach dem Baden, dem Badezimmer und seinem Schwimmverein, und schrieben die Regeln auf, über die sie gesprochen hatten. Zwei Wochen später sagte er zu.

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