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Was kostet ein Au Pair wirklich? Der komplette Überblick für Deutschland

Katrin hatte sich gut vorbereitet — dachte sie zumindest. Wochenlang hatte sie Agenturen verglichen, Videogespräche geführt und mit Camila aus Kolumbien eine Au Pair Kandidatin gefunden, die sofort einen Draht zu ihren beiden Kindern hatte. Taschengeld: €280 im Monat, stand so im Vertrag. Versicherung: muss sein, klar. Und Kost und Logis? Hatte sie ja sowieso schon.

Dann kam die Realität. Die Krankenversicherung. Die Unfallversicherung. Die Haftpflicht obendrauf. Ein Deutschlandticket, damit Camila überhaupt zum Sprachkurs und zurück kam. Der Sprachkurs selbst — im Vertrag stand, dass die Gastfamilie einen Beitrag leistet, aber Katrin hatte nie geschaut, was die VHS tatsächlich kostet. Dazu eine SIM-Karte, ein gebrauchtes Fahrrad, Bettwäsche fürs Gästezimmer. Im Februar lag Katrin fast beim Doppelten ihrer ursprünglichen Kalkulation — nicht weil sie übers Ohr gehauen wurde, sondern weil sie nur die Posten eingeplant hatte, die auf der Hand lagen.

Die Frage nach den tatsächlichen Au Pair Kosten ist eine der häufigsten, die angehende Gastfamilien stellen. Und das aus gutem Grund. Die Schlagzeile — €280 Taschengeld im Monat — führt in die Irre, wenn man sie isoliert betrachtet. Es ist der gesetzliche Mindestbetrag, nicht die Gesamtkosten. Die echte Zahl, wenn du alles einrechnest, was du als Gastfamilie tragen musst oder solltest, liegt bei €600 bis €900 pro Monat. Das ist immer noch deutlich günstiger als eine Vollzeit-Nanny oder zwei Kitaplätze — aber es ist eine Zahl, auf die du dich ehrlich vorbereiten solltest.

Dieser Ratgeber ist speziell auf Deutschland zugeschnitten, wo gesetzliche Vorgaben, Versicherungspflichten und kulturelle Erwartungen klar definiert sind. Er schlüsselt jede Kostenkategorie auf, trennt gesetzliche Pflichten von üblicher Praxis und gibt dir ein realistisches Monats- und Jahresbudget an die Hand.

Ein Küchentisch mit Budgetplanung, Euroscheinen und Münzen, einer Kaffeetasse und einer Kinderzeichnung — Kostenplanung für ein Au Pair

Die gesetzlich vorgeschriebenen Kosten

Manche Kosten sind nicht verhandelbar. Das deutsche Recht und der Standard-Au-Pair-Vertrag legen klare finanzielle Pflichten für Gastfamilien fest. Wer sie ignoriert, riskiert einen Vertragsbruch — oder schlimmer, Probleme mit der Aufenthaltserlaubnis des Au Pairs.

Taschengeld: mindestens €280 pro Monat

Das Taschengeld ist der sichtbarste Posten und derjenige, den die meisten Gastfamilien kennen. Stand 2026 beträgt der gesetzlich festgelegte Mindestbetrag €280 pro Monat, direkt an das Au Pair ausgezahlt. Dieser Betrag wird von der Bundesagentur für Arbeit festgelegt und regelmäßig überprüft.

Wichtige Details:

  • Das Taschengeld wird monatlich gezahlt, im Voraus oder zu Monatsbeginn — nicht nachträglich, nicht wöchentlich, nicht bar-wenn-es-gerade-passt
  • Es wird unabhängig davon gezahlt, ob das Au Pair in dem Monat Urlaub nimmt
  • Es gilt für jeden Vertragsmonat, einschließlich des ersten und letzten (anteilig, falls nicht vollständig)
  • Taschengeld ist kein Gehalt — es unterliegt weder der Einkommensteuer noch Sozialversicherungsbeiträgen

Viele Gastfamilien zahlen mehr als das Minimum, besonders in teuren Städten wie München, Frankfurt oder Hamburg oder wenn das Au Pair bereits Erfahrung in der Kinderbetreuung mitbringt. In der Praxis sind €300 bis €350 pro Monat üblich. Eine gesetzliche Obergrenze gibt es nicht, aber das Verhältnis muss weiterhin als Au-Pair-Verhältnis gelten (kein Arbeitsverhältnis) — ab deutlich über €400 wird diese Grenze fließend.

Wie die Arbeitszeiten in der Praxis aussehen, erfährst du in unser Leitfaden zum Au Pair Tagesplan.

Kranken- und Unfallversicherung: €30 bis €60 pro Monat

Die Gastfamilie ist gesetzlich verpflichtet, das Au Pair für die gesamte Aufenthaltsdauer kranken- und unfallzuversichern. Daran führt kein Weg vorbei — ohne Versicherung kann dein Au Pair keine Aufenthaltserlaubnis erhalten oder verlängern.

Was die Police abdecken muss:

  • Krankenversicherung — Arztbesuche, Krankenhausaufenthalte, Medikamente, Notfallversorgung
  • Unfallversicherung — Verletzungen, die während oder außerhalb der Arbeitszeit auftreten
  • Rücktransportversicherung — die Kosten für einen medizinischen Rücktransport ins Heimatland in schweren Fällen

Mehrere deutsche Versicherer bieten spezielle Au-Pair-Versicherungspakete an. Die gängigsten Anbieter:

  • Care Au Pair (von Care Concept): ab ca. €33 pro Monat
  • MAWISTA Au Pair: ab ca. €28 pro Monat
  • HanseMerkur Au Pair Versicherung: ab ca. €35 pro Monat
  • Dr. Walter PROVISIT AU PAIR: ab ca. €39 pro Monat

Diese Pakete sind auf den Au-Pair-Kontext zugeschnitten und erfüllen die Anforderungen für die Aufenthaltserlaubnis. Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) steht Au Pairs in der Regel nicht offen, da sie nicht als Arbeitnehmer gelten.

Wichtig: Die Versicherung muss ab dem ersten Tag in Deutschland aktiv sein. Kümmere dich darum, bevor dein Au Pair anreist, nicht danach. Und halte die Bestätigung griffbereit — dein Au Pair braucht sie für den Termin bei der Ausländerbehörde.

Haftpflichtversicherung: €3 bis €10 pro Monat

Dieser Posten wird gerne übersehen. Die Haftpflichtversicherung deckt Schäden ab, die dein Au Pair versehentlich verursacht — ein kaputtes Fenster beim Nachbarn, ein Kratzer am geliehenen Auto, ein Unfall mit dem Fahrrad.

Viele Gastfamilien haben bereits eine private Haftpflichtversicherung, die sich auf weitere Haushaltsmitglieder erweitern lässt. Frag bei deiner Versicherung nach — oft kostet die Erweiterung um das Au Pair nichts oder nur wenige Euro im Monat. Falls deine Police keine zusätzlichen Haushaltsmitglieder abdeckt, liegt eine eigenständige Haftpflicht für das Au Pair bei €3 bis €10 monatlich.

Auch wenn die Haftpflicht nicht immer eine strikte Visum-Voraussetzung ist, wird sie von jeder Au-Pair-Agentur und den meisten Gastfamilienverbänden dringend empfohlen. Wenn dein Au Pair fremdes Eigentum beschädigt und nicht versichert ist, bleibst am Ende du hängen.

Die kulturell erwarteten Kosten

Jenseits der gesetzlichen Mindestanforderungen gibt es Kosten, die nicht im Gesetz stehen, aber fest in der Au-Pair-Kultur in Deutschland verankert sind. Wer sie auslässt, bekommt keinen rechtlichen Ärger — aber möglicherweise ein angespanntes Verhältnis zum Au Pair und Reibung mit der Agentur.

Sprachkursbeitrag: €50 bis €100 pro Monat

Das Au-Pair-Programm ist offiziell ein kultureller Austausch. Ein Teil davon ist das Sprachenlernen. Zwar sind Gastfamilien nicht gesetzlich verpflichtet, einen Sprachkurs zu bezahlen, aber der Standard-Au-Pair-Vertrag enthält eine Klausel, wonach die Gastfamilie das Sprachstudium des Au Pairs unterstützt — und die meisten Agenturen verstehen „unterstützen" als finanziellen Beitrag.

In der Praxis heißt das:

  • Volkshochschule (VHS): €200 bis €400 pro Semester (umgerechnet ca. €40 bis €80 pro Monat über fünf Monate)
  • Private Sprachschulen: €100 bis €250 pro Monat
  • Online-Kurse: €0 bis €50 pro Monat

Die meisten Gastfamilien übernehmen die VHS-Gebühr — das ist die gängigste und günstigste Variante. Manche teilen sich die Kosten. Einige wenige zahlen eine Privatschule, besonders wenn sie möchten, dass ihr Au Pair schnell Fortschritte macht.

Neben dem finanziellen Beitrag musst du deinem Au Pair auch Zeit für den Kursbesuch einräumen — typischerweise zwei bis drei Vormittage oder Nachmittage pro Woche. Diese Stunden gehen von der Freizeit ab, nicht von der Arbeitszeit, aber du musst den Zeitplan darauf abstimmen. Plane das in deine Wochenorganisation ein.

Monatsfahrkarte: €49 bis €100 pro Monat

Dein Au Pair muss mobil sein — zum Sprachkurs, um andere Au Pairs zu treffen, um die Stadt an freien Tagen zu erkunden. In den meisten deutschen Städten heißt das: eine Monatsfahrkarte.

Das Deutschlandticket kostet €49 pro Monat und deckt den gesamten Nah- und Regionalverkehr in ganz Deutschland ab. Es ist ein hervorragendes Angebot und für die meisten Au Pairs die praktischste Lösung.

In manchen Städten kann ein Ergänzungsticket für Schnellzüge oder bestimmte Zonen nötig sein, was die Gesamtkosten auf €60 bis €100 pro Monat treibt. Aber für die große Mehrheit der Au Pairs reicht das Deutschlandticket für €49 völlig aus.

Nicht jede Gastfamilie übernimmt diese Kosten, aber die meisten schon. Wenn dein Au Pair in einem Vorort lebt und die Fahrkarte braucht, um zur Sprachschule oder zur Schule deiner Kinder zu kommen, wird aus „wäre nett" schnell eine Notwendigkeit.

Kost und Logis: schon da, aber nicht kostenlos

Dein Au Pair lebt in deinem Zuhause, isst dein Essen, nutzt Strom und Wasser. Theoretisch kostet dich das nichts extra — das Zimmer hast du ja schon, und eingekauft wird sowieso. Praktisch wirst du den Unterschied merken.

Lebensmittelkosten steigen spürbar mit einem dritten Erwachsenen im Haushalt. Rechne mit zusätzlich €150 bis €250 pro Monat, je nach Region, Appetit deines Au Pairs und eventuellen Ernährungsbesonderheiten. Manche Gastfamilien geben ihrem Au Pair ein separates Essensbudget für Mahlzeiten, die es selbst zubereitet; andere nehmen es einfach in den Familieneinkauf mit.

Nebenkosten — Strom, Wasser, Heizung, Internet — steigen leicht an. Erwarte zusätzlich €30 bis €50 pro Monat, wobei das je nach Haushaltsgröße und Jahreszeit schwankt.

Das Zimmer selbst sollte möbliert und abschließbar sein. Falls du Möbel, Bettwäsche oder Renovierungen für die Vorbereitung brauchst, plane das in die einmaligen Startkosten ein (siehe unten).

Einmalige Kosten und Startinvestitionen

Manche Kosten fallen nur einmal an, am Anfang des Au-Pair-Verhältnisses. Sie gehen bei der monatlichen Kalkulation leicht unter, summieren sich aber.

Willkommenspaket und Einrichtung: €100 bis €300

Die meisten Gastfamilien bereiten ein Willkommenspaket vor: Hygieneartikel, eine SIM-Karte mit deutscher Nummer und Datenvolumen, ein kleines Geschenk, manchmal ein Fahrrad oder ein gebrauchtes Tablet. Nichts davon ist vorgeschrieben, aber es setzt den Ton für das gemeinsame Jahr.

Typische Einmalposten:

  • SIM-Karte und erster Monat Datenvolumen: €10 bis €25
  • Hygieneartikel und Willkommenskorb: €20 bis €50
  • Gebrauchtes Fahrrad (bei Bedarf): €50 bis €150 über Kleinanzeigen
  • Zimmerausstattung oder Upgrades: €0 bis €500 (nur, wenn das Zimmer noch nicht eingerichtet war)
  • Bettwäsche und Handtücher: €30 bis €80

Agenturgebühr: €0 bis €600

Wenn du eine Vermittlungsagentur nutzt, rechne mit einer einmaligen Gebühr. Die Kosten variieren stark:

  • Online-Vermittlungsplattformen (z. B. AuPairWorld): kostenlos bis €100 für Premium-Funktionen
  • Full-Service-Agenturen: €200 bis €600 für Vermittlung, Vertragsunterstützung und laufende Mediation

Den unabhängigen Weg zu gehen — ein Au Pair über persönliche Kontakte oder kostenlose Plattformen zu finden — spart diese Kosten komplett, bedeutet aber, dass du den gesamten Papierkram und die Prüfung selbst übernimmst. Für Tipps, wie du von Anfang an klare Erwartungen setzt, lies unseren Beitrag zu klare Hausregeln.

Flugkostenbeteiligung: €0 bis €600

Eine gesetzliche Pflicht, sich an den Flugkosten zu beteiligen, gibt es nicht. Aber viele Gastfamilien tun es — besonders wenn das Au Pair aus Südamerika, Südostasien oder Subsahara-Afrika kommt, wo Flüge nach Deutschland €600 bis €1.200 kosten.

Gängige Modelle:

  • Keine Beteiligung: Das Au Pair trägt die Reisekosten selbst
  • Teilbeteiligung: Die Gastfamilie zahlt €200 bis €400 als Zuschuss
  • Volle Übernahme: Seltener, aber nicht unüblich — besonders bei Familien, die Kandidaten aus bestimmten Regionen gewinnen möchten

Manche Familien bieten an, den Rückflug am Ende des Jahres zu übernehmen — als Anreiz, den Vertrag komplett zu erfüllen. Mehr zum Thema Visum und Einreise findest du in unserem Visum-Ratgeber.

Das komplette Monatsbudget

So sieht ein realistisches Monatsbudget für eine Gastfamilie in Deutschland aus, wenn du alle oben genannten Kategorien zusammenrechnest.

| Kostenkategorie | Monatliche Spanne | Pflicht? | |---|---|---| | Taschengeld | €280 – €350 | Ja (gesetzliches Minimum €280) | | Kranken- & Unfallversicherung | €30 – €60 | Ja | | Haftpflichtversicherung | €0 – €10 | Dringend empfohlen | | Sprachkursbeitrag | €50 – €100 | Erwartet (vertraglich) | | Monatsfahrkarte (Deutschlandticket) | €49 – €100 | Übliche Praxis | | Zusätzliche Lebensmittel | €150 – €250 | Ja (Kost und Logis) | | Zusätzliche Nebenkosten | €30 – €50 | Ja (Teil von Kost und Logis) | | Monatliche Gesamtkosten | €589 – €920 | |

Über ein 12-monatiges Au-Pair-Jahr gerechnet ergibt das €7.068 bis €11.040 an laufenden Kosten, plus einmalige Ausgaben von circa €300 bis €1.500 je nach Agenturgebühr und Flugkostenbeteiligung.

Realistische Jahreskosten: €7.500 bis €12.500.

Au Pair Kosten im Vergleich zu anderen Betreuungsformen

Die Kostenfrage ergibt nur im Kontext Sinn. So schneidet ein Au Pair im Vergleich zu den Alternativen in Deutschland ab.

| Betreuungsform | Monatliche Kosten (ca.) | Betreuungsumfang | |---|---|---| | Au Pair | €600 – €900 | Bis zu 30 Std./Woche, flexibel | | Teilzeit-Nanny | €1.200 – €2.000 | 20 – 25 Std./Woche | | Vollzeit-Nanny | €2.000 – €3.500 | 35 – 40 Std./Woche | | Kita | €0 – €800 | Variiert nach Bundesland; begrenzte Zeiten | | Babysitter (Stundenbasis) | €12 – €18/Std. | Nur auf Abruf |

Besonders interessant wird das Au Pair für Familien mit zwei oder mehr Kindern. Eine Nanny für zwei Kinder kostet genauso viel (oder mehr) wie für eines. Die Au-Pair-Kosten bleiben gleich, egal wie viele Kinder im Haushalt leben — das Taschengeld verdoppelt sich nicht, weil du Zwillinge hast.

Dazu kommt der Flexibilitätsfaktor. Ein Au Pair lebt bei dir, was bedeutet: frühe Morgen, späte Nachmittage und gelegentliche Abende sind abgedeckt, ohne das logistische Jonglieren, das mit externer Betreuung einhergeht. Für Familien mit unregelmäßigen Arbeitszeiten, Dienstreisen oder Kindern an verschiedenen Schulen mit unterschiedlichen Abholzeiten ist allein diese Flexibilität das Geld wert.

Versteckte Kosten, die kaum ein Ratgeber erwähnt

In jedem Gastfamilien-Forum gibt es einen Thread nach dem Motto „Kosten, mit denen ich nicht gerechnet habe". Hier die häufigsten.

Feiertage und Geschenke

Dein Au Pair ist ein Jahr lang Teil deines Haushalts. Weihnachten, Geburtstag, Ostern — du wirst es einbeziehen wollen. Plane €100 bis €300 pro Jahr für Geschenke und die Teilnahme an Familienfesten ein. Das ist keine Pflicht, aber dein Au Pair von Familienfeiern auszuschließen ist der schnellste Weg zu einem angespannten Verhältnis.

Ausflüge und Unternehmungen

Wenn die Familie in den Zoo geht, ins Schwimmbad oder einen Wochenendausflug macht, kommt das Au Pair in der Regel mit. Eintrittsgelder, Restaurantbesuche und Tagesausflüge summieren sich. Rechne locker mit €50 bis €100 pro Monat — manche Monate mehr, manche weniger.

Ersatzbetreuung während des Urlaubs

Dein Au Pair hat Anspruch auf mindestens vier Wochen bezahlten Urlaub pro Jahr (zwei Werktage pro Vertragsmonat). In dieser Zeit brauchst du trotzdem Kinderbetreuung. Ob das die Großeltern übernehmen, ein Babysitter einspringt oder du selbst Urlaub nimmst — es kostet, auch wenn es keine direkte Au-Pair-Ausgabe ist.

Höhere Energiekosten im Winter

Eine zusätzliche Person im Haus während eines deutschen Winters bedeutet mehr Heizung, mehr Warmwasser, mehr Strom. Das ist in der Nebenkostenschätzung oben teilweise berücksichtigt, aber Familien in älteren, schlecht gedämmten Häusern spüren es stärker.

Ausgaben im Griff behalten

Bei so vielen Kostenkategorien — monatlich, einmalig, variabel — lohnt sich ein System. Tabellen funktionieren. Budget-Apps funktionieren. Aber die Herausforderung bei Au-Pair-Ausgaben ist, dass manche Kosten zwischen Gastfamilie und Au Pair geteilt werden und beide Seiten den Überblick brauchen.

Genau hier macht ein gemeinsamer Ausgabentracker das Leben leichter. Wenn dein Au Pair Lebensmittel einkauft oder Dinge für die Kinder besorgt, brauchst du eine klare Lösung für Erstattungen — ohne peinliche Abrechnungsgespräche am Monatsende. AuPairSync Einkaufslisten & Ausgaben lässt beide Seiten geteilte Ausgaben erfassen und Belege an einem Ort sammeln — damit niemand den Überblick verliert, wer was bezahlt hat.

Egal welches Tool du nutzt: Der Schlüssel ist Transparenz. Lege von Anfang an ein klares Budget fest, besprich es nach dem ersten Monat gemeinsam und passe es an, wenn etwas nicht funktioniert.

Budget-Checkliste: Bevor du dich entscheidest

Bevor du dich für ein Au Pair entscheidest, geh diese Checkliste durch, um sicherzustellen, dass dein Budget realistisch ist.

  • Monatliches Taschengeld festgelegt (mindestens €280, berücksichtige die Lebenshaltungskosten deiner Stadt)
  • Versicherungspaket ausgewählt und Angebot eingeholt (Kranken- + Unfall- + Haftpflichtversicherung)
  • Sprachkurs recherchiert (VHS oder Privatschule, Kosten und Zeiten bestätigt)
  • Fahrkarten-Kosten geprüft (Deutschlandticket für €49 oder stadtspezifischer Pass)
  • Lebensmittelbudget angepasst für einen zusätzlichen Erwachsenen
  • Zimmer vorbereitet (möbliert, eigenes Zimmer, WLAN-Zugang)
  • Einmalige Kosten geschätzt (Willkommenspaket, SIM-Karte, evtl. Fahrrad)
  • Agenturgebühr bezahlt oder unabhängige Vermittlung gewählt
  • Flugkostenbeteiligung entschieden und dem Au Pair mitgeteilt
  • Notfallpuffer eingeplant (€500 bis €1.000 für unvorhergesehene Kosten)

Die wahren Kosten sind eine Investition

Die Zahlen in diesem Ratgeber sind wichtig — niemand sollte unvorbereitet in ein Au-Pair-Verhältnis gehen. Aber die Kostendiskussion greift zu kurz, wenn sie bei Euro und Cent stehen bleibt.

Ein Au Pair ist nicht einfach Kinderbetreuung, gemessen in Stunden pro Euro. Es ist ein junger Mensch aus einem anderen Land, der in deinem Zuhause lebt, deine Sprache lernt, Teil des Familienalltags wird. Deine Kinder wachsen mit einer anderen Sprache am Frühstückstisch auf. Sie lernen, dass die Welt größer ist als ihre Nachbarschaft. Sie bauen eine Beziehung zu jemandem auf, der in vielen Familien noch Jahre — manchmal Jahrzehnte — nach dem Au-Pair-Jahr in Kontakt bleibt.

Das ist kein Posten in einer Budgettabelle. Aber es ist der Grund, warum die meisten Gastfamilien auf die Frage, ob sich die Kosten gelohnt haben, keine Sekunde zögern.


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