Laura dachte, sie hätten das mit dem Geld im Griff. Sie und ihr Mann hatten sich auf 280 € Taschengeld pro Monat für ihre Au Pair Camila geeinigt — Überweisung am Ersten jeden Monats. Sauber, einfach, erledigt.
Dann fing Camila an, die Kinder von der Schule abzuholen und auf dem Heimweg kurz beim Supermarkt vorbeizuschauen. Milch, Brot, ein paar Snacks für den Nachmittag — kleine Einkäufe, immer unter 15 €. Camila erwähnte es beim Abendessen. Laura sagte jedes Mal: "Überweise ich dir." Und meinte es auch jedes Mal so.
Am Ende des zweiten Monats konnte sich keine von beiden an die genauen Beträge erinnern. Camila hatte eine ungefähre Summe auf einem Klebezettel in ihrem Zimmer: 87 €. Lauras Schätzung lag eher bei 50 €. Das Gespräch, das beide vermieden hatten, fand schließlich an einem Abend am Küchentisch statt — und es war genau so unangenehm, wie beide befürchtet hatten. Nicht weil jemand unehrlich war, sondern weil sie nie ein System eingerichtet hatten.
Geld ist die häufigste Ursache für Spannungen in Au-Pair-Verhältnissen, und es geht fast nie um den Betrag. Es geht um die Unklarheit. Wer übernimmt was? Wie bekommt das Au Pair Auslagen erstattet? Deckt das Taschengeld auch Essen unterwegs ab, oder nur persönliche Ausgaben? Was passiert, wenn das Au Pair Bastelmaterial für die Kinder kauft — Familienausgabe oder privat?
Dieser Leitfaden führt dich durch ein vollständiges System für Au-Pair-Ausgaben und Taschengeld: was die Regeln tatsächlich sagen, wie du klare Grenzen zwischen Familien- und Privatausgaben ziehst, und wie du alles so festhältst, dass sich niemand auf sein Gedächtnis verlassen muss.
Das Au-Pair-Taschengeld verstehen
Bevor du Ausgaben gut verwalten kannst, musst du verstehen, was Taschengeld ist — und was es nicht ist. Der Begriff sorgt für Verwirrung, weil er nach Kleingeld für Teenager klingt. In Wirklichkeit ist es eine rechtlich definierte Zahlung mit klaren Regeln.
Was das Taschengeld abdeckt
Taschengeld ist das persönliche Geld deines Au Pairs. Es ist kein Gehalt und soll keine Ausgaben abdecken, die bei der Kinderbetreuung oder Haushaltsaufgaben entstehen. Die Faustregel:
- Taschengeld deckt: persönliche Kleidung, Ausgehen mit Freunden, persönliches Handyguthaben, Hobbys, private Reisen am freien Tag, Snacks und Mahlzeiten nur für sich selbst
- Taschengeld deckt NICHT: Familieneinkäufe, Material für Kinderaktivitäten, Spritkosten für Schulfahrten, Eintritte bei Familienausflügen, Haushaltswaren
Auf dem Papier ist die Unterscheidung offensichtlich. Im Alltag wird sie schnell unscharf.
Taschengeld nach Ländern
Die Taschengeldbeträge unterscheiden sich erheblich von Land zu Land und werden regelmäßig angepasst:
| Land | Taschengeld | Zahlungsrhythmus | Rechtlicher Status |
|---|---|---|---|
| Deutschland 🇩🇪 | 280 €/Monat (Minimum) | Monatlich | Gesetzliches Minimum |
| USA 🇺🇸 | $195,75/Woche (~$848/Monat) | Wöchentlich | Vom State Department festgelegt |
| UK 🇬🇧 | £90–£140/Woche (~£390–£607/Monat) | Wöchentlich | Empfohlen, nicht gesetzlich |
| Frankreich 🇫🇷 | 320 €/Monat (Minimum) | Monatlich | Gesetzliches Minimum |
Regelungen ändern sich. Die Beträge oben entsprechen dem Stand zum Veröffentlichungsdatum. Prüfe die aktuellen Anforderungen bei deiner Vermittlungsagentur oder Ausländerbehörde.
Wann und wie zahlen
Die Zahlungsart ist wichtiger, als die meisten Gastfamilien denken. Barzahlungen hinterlassen keine Spuren. Unklare Termine erzeugen Unsicherheit. Richte es von Anfang an richtig ein:
- Per Überweisung zahlen, nicht bar — das erzeugt automatisch einen Nachweis für beide Seiten
- Am selben Datum jeden Monat (oder jede Woche im US/UK-System) — Verlässlichkeit verhindert "Haben sie es vergessen?"-Sorgen
- Pünktlich zahlen, jedes Mal — dein Au Pair plant mit diesem Geld; verspätetes Taschengeld zerstört Vertrauen schneller als fast alles andere
- Auch in Urlaubsmonaten zahlen — Taschengeld steht unabhängig von Urlaubstagen zu
Für einen umfassenden Überblick über alle Kosten inklusive Versicherung, Sprachkurs und Nahverkehr, lies die vollständige Au-Pair-Kostenübersicht.
Die Grenze ziehen: Familienausgaben vs. persönliche Ausgaben
Das Wichtigste, was du tun kannst: im Voraus festlegen, welche Ausgaben die Familie trägt und welche privat sind. Geh nicht davon aus, dass es offensichtlich ist — ist es nicht, besonders über Kulturgrenzen hinweg.
Ausgaben, die die Familie übernehmen sollte
Das sind Kosten, die entstehen, während dein Au Pair arbeitet oder am Familienleben teilnimmt:
- Lebensmittel und Haushaltswaren — alles, was auf der Familien-Einkaufsliste steht
- Eintrittsgelder für Kinderaktivitäten — Zoo, Schwimmbad, Bastelmaterial, Snacks auf dem Spielplatz
- Transport für Betreuungsaufgaben — Benzin für Schulfahrten, Bustickets für Kinderaktivitäten
- Mahlzeiten während der Arbeitszeit — wenn dein Au Pair mit den Kindern zu Mittag isst, ist das ein Familienessen
- Familienausflüge — wenn das Au Pair an einem Restaurant- oder Museumsbesuch teilnimmt, zahlt die Familie seinen Anteil
- Haushaltsbedarf — Putzmittel, Glühbirnen, Badezimmerartikel für gemeinsam genutzte Räume
Ausgaben, die privat sind
Diese gehen vom Taschengeld ab:
- Eigenes Essen und Trinken — Essen gehen mit Freunden, Kaffee mit anderen Au Pairs
- Persönlicher Transport — Wochenendtrips, Freunde in anderen Städten besuchen (über den Nahverkehrspass hinaus)
- Unterhaltung — Kino, Konzerte, Ausgehen
- Persönliche Einkäufe — Kleidung, Kosmetik, Geschenke nach Hause
- Persönliche Telefonkosten — über das hinaus, was die Familie bereitstellt
Die Grauzone
Manche Ausgaben sitzen unbequem dazwischen. Kläre sie ausdrücklich in deinen Hausregeln, bevor sie zum Streitthema werden:
| Ausgabe | Üblicher Umgang |
|---|---|
| Au Pair kauft sich Mittagessen, während es mit den Kindern unterwegs ist | Familie zahlt (es arbeitet gerade) |
| Au Pair holt sich Kaffee auf dem Weg zum Schulabholen | Meistens privat, manche Familien übernehmen es |
| Au Pair kauft Geburtstagsgeschenk für dein Kind | Familie erstattet (ist für dein Kind) |
| Au Pair bestellt Essen am freien Tag | Private Ausgabe |
| Au Pair kauft Bastelmaterial für eine Regentag-Aktivität | Familie zahlt (betreuungsbezogen) |
| Au Pair lädt persönliches Datenvolumen nach | Privat, außer die Familie hat es zugesagt |
| Familienurlaub-Mahlzeiten und Aktivitäten | Familie übernimmt den Anteil des Au Pairs |
Merke: Frag dich im Zweifel — würde diese Ausgabe existieren, wenn das Au Pair gerade nicht meine Kinder betreuen würde? Falls ja, zahlt die Familie.
Ein Erstattungssystem einrichten, das wirklich funktioniert
Zu wissen, wer was zahlt, ist nur die halbe Miete. Du brauchst auch einen verlässlichen Prozess zum Erfassen und Abrechnen. Hier sind drei Ansätze, von einfach bis strukturiert.
Option 1: Die Familienkarte
Das einfachste System: Gib deinem Au Pair eine Prepaid-Karte oder eine Zweitkarte zum Familienkonto. Lege ein monatliches Limit fest. Alles, was über diese Karte läuft, ist Familienausgabe — keine Erstattung nötig.
- Funktioniert gut, wenn: dein Au Pair häufig kleine Einkäufe macht (Lebensmittel, Kindersnacks, Eintrittsgelder)
- Risiken: erfordert Vertrauen und klare Grenzen; kann unübersichtlich werden, wenn private Käufe dazwischenrutschen
- Tipp: Setze ein Limit pro Transaktion und pro Monat; prüfe die Abrechnung einmal monatlich gemeinsam
Option 2: Quittungen sammeln und monatlich abrechnen
Das Au Pair bezahlt aus eigener Tasche, sammelt Kassenbons und die Familie erstattet am Ende jeder Woche oder jeden Monats.
- Funktioniert gut, wenn: Einkäufe selten sind und du vor der Erstattung prüfen möchtest
- Risiken: Quittungen gehen verloren, Beträge werden unscharf, Verzögerungen frustrieren das Au Pair
- Tipp: Nutze ein geteiltes Fotoalbum oder eine App, um Kassenbons sofort zu fotografieren — Papierquittungen verblassen und verschwinden
Option 3: Gemeinsame Ausgabenverfolgung
Beide Seiten erfassen Ausgaben in einem gemeinsamen Tool, sobald sie anfallen. Jeder Eintrag enthält Betrag, Kategorie und ein Foto des Belegs. Am Ende der Woche oder des Monats ist der Saldo klar und beide Seiten können jede Position einsehen.
Dieser Ansatz skaliert am besten, besonders wenn mehrere Personen im Haushalt einkaufen. Er beseitigt das "Ich glaube, es waren ungefähr 15 €"-Problem komplett.
AuPairSyncs Ausgabenverfolgung ist genau dafür gebaut: dein Au Pair fotografiert den Kassenbon, trägt den Betrag ein und reicht die Erstattung ein. Du siehst es sofort, genehmigst es und markierst es als bezahlt. Keine Klebezettel, keine vergessenen Beträge, keine unangenehmen Küchentisch-Gespräche.
Egal welches System du wählst, die Grundprinzipien sind dieselben:
- Ausgaben sofort erfassen — nicht "heute Abend noch", nicht "am Wochenende"
- Foto vom Beleg machen — Erinnerung ist für alle unzuverlässig
- Regelmäßig abrechnen — wöchentlich ist ideal; monatlich ist das absolute Maximum
- Gemeinsam durchgehen — ein zweiminütiger Check-in verhindert zweistündige Diskussionen
Merke: Das beste Erstattungssystem ist das, das beide Seiten tatsächlich nutzen. Wähle etwas, das so einfach ist, dass es zur Gewohnheit wird — nicht zur Last.
Taschengeld-Tipps aus der Praxis
Über die gesetzlichen Anforderungen hinaus gibt es bewährte Ansätze, die erfahrene Gastfamilien empfehlen.
Ein deutsches Bankkonto einrichten
Wenn dein Au Pair für sechs Monate oder länger bleibt, hilf ihm, ein einfaches deutsches Konto zu eröffnen (ein Basiskonto). Die meisten großen Banken — Sparkasse, Deutsche Bank, N26, DKB — bieten Konten mit minimaler Dokumentation an. Vorteile:
- Saubere Taschengeld-Überweisungen mit automatischem Nachweis
- Dein Au Pair kann Geld von zu Hause empfangen, falls nötig
- Online-Banking-Zugang zur eigenen Finanzverwaltung
- Keine Bargeld-Abhängigkeit — sicherer und praktischer
Taschengeld nicht an Leistung koppeln
Taschengeld ist kein Bonus und kein Erziehungsinstrument. Es zu kürzen oder zurückzuhalten, weil dein Au Pair einen Fehler gemacht hat, zu spät kam oder nicht gründlich genug geputzt hat, ist nicht akzeptabel — und in den meisten Ländern ein Vertragsverstoß.
Wenn du Bedenken bezüglich der Leistung deines Au Pairs hast, sprich sie direkt im wöchentlichen Gespräch an. Taschengeld ist eine feste, verlässliche Zahlung — behandle es auch so.
Transparenz bei Extras
Manche Gastfamilien geben ihrem Au Pair zusätzliches Geld für bestimmte Zwecke — einen Geburtstagsbonus, Urlaubsgeld, Extravergütung für vereinbartes Babysitten außerhalb der regulären Zeiten. Das ist in Ordnung und wird oft geschätzt, aber sei klar darüber, was eine einmalige Geste ist und was eine laufende Zusage.
- Gut: "Hier sind 50 € als Geburtstagsgeschenk. Alles Gute!"
- Riskant: "Wir geben dir diesen Monat 50 € extra." (Heißt das jetzt jeden Monat?)
Bargeldvorschüsse sauber handhaben
Manchmal braucht dein Au Pair Bargeld für eine bevorstehende Ausgabe — ein Tagesausflug mit anderen Au Pairs, ein Markt, der keine Karten akzeptiert, eine Anzahlung für den Sprachkurs. Wenn du einen Vorschuss aus dem Familienbudget gibst:
- Betrag und Zweck vorher absprechen
- Wechselgeld mit Quittung für das Ausgegebene zurückgeben lassen
- Sofort im gemeinsamen System erfassen
Einkäufe und Lebensmittelausgaben verwalten
Lebensmittel sind die häufigste Ausgabenkategorie und diejenige, die am ehesten für Verwirrung sorgt. Dein Au Pair wird irgendwann für die Familie einkaufen — ob einen kompletten Wocheneinkauf oder nur ein paar Sachen auf dem Heimweg.
Eine gemeinsame Einkaufsliste führen
Eine geteilte Einkaufsliste beseitigt das "Ich wusste nicht, dass wir das brauchen"-Problem. Wenn Artikel auf der Liste stehen, weiß das Au Pair, dass es Familienausgaben sind. Wenn nicht, gibt es eine natürliche Pause vor dem Kauf.
Praktische Einrichtung:
- Eine laufende Liste führen, die beide Seiten in Echtzeit bearbeiten können
- Artikel kategorisieren, wenn dein Au Pair in mehreren Geschäften einkauft (Supermarkt, Apotheke, Kinderbedarf)
- Ungefähre Budgetrahmen für flexible Artikel angeben ("Snacks für die Kinder: ca. 10 €")
- Gekaufte Artikel abhaken, damit die Liste aktuell bleibt
Ein wöchentliches Einkaufsbudget festlegen
Statt jeden einzelnen Einkauf zu genehmigen, gib deinem Au Pair ein Wochenbudget. Das ist besonders hilfreich beim regulären Familieneinkauf:
- Typischer Rahmen in Deutschland: 80 bis 150 € pro Woche für eine vierköpfige Familie (plus Au Pair)
- Budget vorher bereitstellen (über die Familienkarte oder eine Überweisung) statt nachträglich zu erstatten
- Tatsächliche Ausgaben gemeinsam prüfen nach den ersten zwei Wochen und bei Bedarf anpassen
Den "Ich hab was Zusätzliches gekauft"-Moment handhaben
Es wird passieren. Dein Au Pair wird etwas mitbringen, das nicht auf der Liste stand — vielleicht eine Kleinigkeit für die Kinder, vielleicht eine Zutat für ein Rezept, das es für die Familie kochen möchte. Wie du darauf reagierst, setzt den Ton:
- Wenn es angemessen und familienbezogen ist: erstatten ohne Aufhebens. Eine Tüte Kekse für 3 € für die Kinder ist keine Grundsatzdiskussion wert.
- Wenn es häufig oder teuer wird: ein ruhiges Gespräch über Erwartungen führen. "Lass uns ungeplante Käufe in Zukunft unter 10 € halten, es sei denn, du fragst vorher kurz nach."
- Wenn es eindeutig privat ist: die Grenze freundlich klären. "Das darfst du natürlich kaufen, aber da es nur für dich ist, würde es vom Taschengeld abgehen."
Merke: Das Ziel ist ein System, in dem kleine Einkäufe reibungslos laufen und nur ungewöhnliche Ausgaben ein Gespräch erfordern.
Was du in der ersten Woche besprechen solltest
Die erste Woche ist dein Zeitfenster, um das Finanzsystem einzurichten, bevor sich Gewohnheiten bilden. Hier ist eine Checkliste für das Geldgespräch:
- Taschengeld-Betrag und Zahlungsdatum — bestätigen, was im Vertrag vereinbart wurde
- Zahlungsmethode — Überweisung, Bar oder anderes
- Familienausgaben vs. persönliche Ausgaben — die Kategorien gemeinsam durchgehen
- Erstattungsprozess — wie Ausgaben erfasst, Belege eingereicht und Erstattungen erhalten werden
- Einkaufserwartungen — geteilte Liste, Budgetrahmen, wo einkaufen
- Familienkarte oder Vorschuss-System — falls zutreffend, Limits erklären
- Ansprechperson — an wen sich dein Au Pair bei Unsicherheit wenden soll
Drucke oder speichere diese Liste an einem zugänglichen Ort. Dein Au Pair verarbeitet in der ersten Woche eine enorme Menge an Informationen — die Finanzregeln schriftlich zu haben bedeutet, dass es später darauf zurückgreifen kann, ohne fragen zu müssen.
Eine Beispiel-Ausgabenvereinbarung
Erwäge, eine kurze, verständlich formulierte Vereinbarung zu schreiben, die beide Seiten unterschreiben. Sie muss kein juristisches Dokument sein — nur eine gemeinsame Referenz:
- Taschengeld: €[Betrag] pro Monat, gezahlt am [Datum] per Überweisung
- Familienausgaben: alle Lebensmittel, Kinderaktivitäten und Transport für Betreuungsaufgaben
- Persönliche Ausgaben: eigenes Essen gehen, Unterhaltung, persönliche Einkäufe, private Reisen
- Erstattungsprozess: Kassenbon fotografieren, in [Tool/App/Heft] eintragen, jeden [Woche/Monat] abrechnen
- Ausgabengrenzen: ungeplante Familienkäufe bis €[Betrag] ohne Rückfrage; darüber hinaus kurz nachfragen
- Überprüfungsdatum: wir schauen nach dem ersten Monat gemeinsam auf dieses System
Wenn es Probleme gibt
Auch mit einem System können Geldthemen aufkommen. So gehst du mit den häufigsten Situationen um.
Das Au Pair findet sein Taschengeld zu niedrig
Das kommt vor, besonders in teuren Städten. Wenn dein Au Pair das anspricht:
- Erst zuhören — seine tatsächlichen Ausgaben verstehen, bevor du antwortest
- Das gesetzliche Minimum prüfen — liegst du bereits darüber?
- Nicht-monetäre Lösungen suchen — vielleicht würde ein Nahverkehrsticket oder die Übernahme des Sprachkurses mehr helfen als 30 € extra
- Wenn du erhöhen kannst, mach es klar — "Ab nächstem Monat erhöhen wir dein Taschengeld auf €[Betrag]"
- Wenn nicht, ehrlich erklären — dein Au Pair wird Transparenz mehr respektieren als vage Versprechen
Quittungen fehlen oder sind strittig
Vorsorge ist besser als Nachsorge — Belege sofort erfassen. Aber wenn eine Quittung fehlt:
- Bei kleinen Beträgen (unter 10 €): auf Vertrauensbasis erstatten. Vertrauen ist mehr wert als 8 €.
- Bei größeren Beträgen: das Au Pair bitten, seinen Kontoauszug auf die Transaktion zu prüfen. Die meisten Kartenzahlungen hinterlassen eine digitale Spur.
- Wenn es wiederholt vorkommt: das System überdenken. Vielleicht würde der Wechsel zur Familienkarte das Quittungsproblem komplett lösen.
Das Au Pair gibt mehr aus als erwartet
Wenn die Familienausgaben-Abrechnungen dauerhaft höher sind als geplant:
- Die einzelnen Posten prüfen — sind sie angemessen? Vielleicht kosten Lebensmittel mehr als gedacht.
- Mit deinen Ausgaben vor dem Au Pair vergleichen — die Differenz ist dein tatsächlicher Au-Pair-Lebensmittelkostenzuschlag.
- Ein klareres Budget setzen mit einem Wochenlimit und es als praktische Maßnahme besprechen, nicht als Vorwurf.
- Die ersten Einkäufe zusammen machen, damit dein Au Pair deine bevorzugten Marken, Geschäfte und Budgetvorstellungen kennenlernt.
Ein faires System nützt allen
Geld in einem gemeinsamen Haushalt zu verwalten ist nie völlig reibungslos. Aber der Unterschied zwischen einem funktionierenden System und keinem System ist enorm — nicht nur finanziell, sondern auch emotional.
Wenn dein Au Pair genau weiß, wie es erstattet wird, zögert es nicht, auf dem Heimweg Lebensmittel mitzunehmen. Wenn du genau weißt, was ausgegeben wurde, machst du dir keine Sorgen über schleichende Kosten. Wenn beide Seiten dieselben Zahlen sehen, gibt es nichts zu diskutieren.
Familien, die das gut hinbekommen, teilen eine gemeinsame Eigenschaft: Sie behandeln die finanzielle Vereinbarung mit demselben Respekt, den sie einem Mitbewohner oder Kollegen entgegenbringen würden. Klare Erwartungen, konsequente Umsetzung und das Verständnis, dass unbequeme Geldgespräche nur unbequemer werden, je länger man sie vermeidet.
Dein Au Pair verwaltet wahrscheinlich zum ersten Mal seine eigenen Finanzen in einer fremden Währung. Ein bisschen Struktur und viel Transparenz gehen weit — nicht nur um die Bücher in Ordnung zu halten, sondern damit sich dein Au Pair in deinem Zuhause respektiert und sicher fühlt.
Au-Pair-Ausgaben und Taschengeld im Griff behalten? Lade AuPairSync herunter, um Ausgaben zu erfassen, Erstattungen zu verwalten und eure Familienfinanzen von Tag eins an zu organisieren.
